Gleichberechtigung Frauen und Männer

„Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“ So steht es in Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung. Leider sind wir davon jedoch noch einen grossen Schritt entfernt.

Familie

Familie und Beruf sollen miteinander vereinbar sein. Eltern sollen frei wählen können, wie sie Kinderbetreuung, Familienarbeit und Berufsarbeit aufteilen. Dafür braucht es nebst guten Kinderbetreuungseinrichtungen auch Teilzeitarbeitsmöglichkeiten, auch für Männer (s. dazu auch meine Interpellation „Förderung der Möglichkeiten für Teilzeitbeschäftigung von Männern“).

Lohngleichheit

Im Jahr 2012 verdienten die Frauen im gesamten privaten Sektor durchschnittlich 21,3 Prozent weniger (arithmetisches Mittel) als ihre männlichen Kollegen (2008: 25,0%). (Quelle: BFS, Medienmitteilung vom 21. August 2015)

Die Lohngleichheit – gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit – ist seit 1981 in unserer Verfassung verankert. Seit 34 Jahren postuliert – und sie ist immer noch nicht erreicht. Immer noch verdienen Frauen im Schnitt 1800 Franken weniger als Männer. Da die Unternehmen offenbar nicht bereit sind, freiwillig die Lohngleichheit herbeizuführen, unterstütze ich die Bestrebungen, auf Gesetzesebene die Pflicht zu Lohnanalysen einzuführen und fehlbare Unternehmen zu sanktionieren.